Die ausgewählten Teilnehmerinnen 2026 sind:
– Patricija Škof (Gesang), SI/CH
– Elise Ganguillet (Gesang), CH
– Linda Scharnagl (Saxophon), DE/CH
– Gloria Ryter (Posaune), CH
– Lea Gasser (Akkordeon), CH
– Clélya Abraham (Piano), FR
– Ping-En Hung (Bass), TW/NL
– Lucyann Ceballos (Bass) PR/CH
Patricija Škof (Gesang)
Slowenien/Schweiz
Š’ta Godba & Patricija Škof – Reci Le Zakaj
Die in Basel lebende slowenische Vokalistin und Bandleaderin Patricija Škof absolvierte ihren Master in Jazz Performance am Jazzcampus der Musik-Akademie Basel, wo sie derzeit ihr Studium der Jazzpädagogik abschliesst. Die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin gewann unter anderem den DownBeat Student Music Award 2021, den dritten Platz bei Jazzon 2024 für die beste slowenische Jazzkomposition sowie den Grand Prix beim internationalen Wettbewerb Jazz Juniors 2025 in Krakau mit ihrem Trio birds of unknown. Neben Zusammenarbeiten mit renommierten Ensembles wie dem Bundesjazzorchester und der RTV Slovenia Big Band leitet sie eigene Projekte; nach dem Debütalbum Gently Sailing (2022) nimmt ihr Trio demnächst das Nachfolgealbum beim Label EMME Record auf und bespielt im kommenden Sommer internationale Festivalbühnen.
Elise Ganguillet (Gesang)
Schweiz
Cully jazz part.3 My mind avec la star
Die in Lausanne lebende Sängerin und Komponistin Elise Ganguillet (25) webt eine singuläre musikalische Identität, geboren aus ihrem Jazz-Gesangsstudium an der HEMU und ihrem aktuellen Masterstudium an der ZHdK Zürich. Ihr Weg führt von der klassischen Musik über die Popmusik hin zur vollen Entfaltung im Jazz. Nachdem sie mehrere Jahre als Sidewoman ihre Kunst verfeinert hatte, startet sie nun ihr persönliches Projekt «Esgui», ein klangliches Abenteuer, das das Publikum kürzlich beim Eröffnungskonzert des Cully Jazz Festivals begeisterte. Derzeit nimmt sie eine EP auf, die 2027 erscheinen soll, und erforscht dabei die vielfältigen Facetten ihrer Stimme, verbunden mit reichen Harmonien, rhythmischen Spielereien und intimen Texten auf Französisch und Englisch.
Linda Scharnagl (Saxophon)
Deutschland/Schweiz
Crush (Bob Reynolds) on baritone saxophone
Die in Nürnberg geborene Baritonsaxophonistin, Komponistin und Multiinstrumentalistin Linda Scharnagl (*2002) gilt als prägende Stimme der jungen europäischen Jazzszene, die in ihrer Musik klassische Eleganz, lebendigen Jazz und eine tiefgründige künstlerische Vision miteinander verwebt. Ihre akademische Reise führte sie von Würzburg über die New Yorker Eastman School of Music bis an den Jazzcampus Basel, wo sie 2026 ihren Bachelor absolviert. Ob als ausdrucksstarke Kraft im Bundesjazzorchester, an der Seite internationaler Grössen wie Mike Holober und Anna Webber oder im feinsinnigen Geflecht des rein weiblichen Saxophonquintetts Pentaphone Project – überall hinterlässt sie tief wirkende Klangspuren. Mit ihrem eigenen Quintett führt sie zeitgenössische Kompositionen und weltmusikalische Farben in eine gemeinsame Heimat und fängt diesen unverkennbaren, facettenreichen Kosmos auf ihrem für 2026 geplanten Debütalbum ein.
Gloria Ryter (Posaune)
Schweiz
Gloria Ryters Posaunen-Challenge
Die Schweizer Posaunistin Gloria Ryter (*2002) gilt als eines der vielversprechendsten Talente der jungen einheimischen Jazzszene und verwebt unerschrockene Improvisationslust mit tiefer musikalischer Hingabe. Während ihres Studiums an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) stellte sie ihren Mut eindrücklich unter Beweis: Als Künstlerin der Nachwuchsinitiative «SRF Kultur Debut» erlernte sie 2025 in kürzester Zeit die Bassposaune. Mit diesem klanggewaltigen Fundament vertrat sie die Schweiz beim renommierten Euroradio Jazz Orchestra in Slowenien auf internationalem Niveau. Um ihren musikalischen Horizont weiter zu erweitern, vertiefte sie ihre Ausbildung zusätzlich in Italien. Sie nutzt ihre Vielseitigkeit, um in verschiedenen europäischen Formationen neue Klangwelten zu formen.
Lea Gasser (Akkordeon)
Schweiz
Lea Gasser 5tet – Chorale (live at UpJazz, Suisse Diagonales Jazz 2024)
Die in Bern lebende Akkordeonistin und Komponistin Lea Gasser (*1992 in Zürich) webt aus der klassischen Präzision ihres HKB-Studiums und der Freiheit ihres Lausanner Jazz-Masters eine zutiefst intime, persönliche Klangsprache. Seit 2020 ergründet sie diese Welten mit ihrem Quintett, dessen Alben «L’Heure Bleue» (2022) und das filigrane «Circles» (2025) das Publikum verzauberten, was der Band nebst der Auswahl für Suisse Diagonales Jazz 2024 auch den renommierten ZKB Jazzpreis einbrachte. Als feinsinnige Sidewoman im Thomas Dürst Trio, im Tzupati Orchestra sowie bei The Optics (2023) formt sie Kollektive mit, während sie 2025 im Rahmen einer Carte Blanche bei Bee-flat Bern solistisch mit Effektpedalen neue Klanghorizonte erschloss und zeitgleich die atmosphärische Formation Low Drift ins Leben rief.
Clélya Abraham (Piano/Gesang)
Frankreich
Clélya Abraham – Padjenbel & Takout – New Morning 2025
Die 1994 geborene französische Jazz-Pianistin, Komponistin und Sängerin Clélya Abraham verbindet ihre klassische Ausbildung und ein Pariser Jazz-Studium mit ihren karibischen Wurzeln sowie Einflüssen aus Nu Soul und Weltmusik. Nach dem Familienprojekt «Abraham Réunion» (2020) feierte sie mit ihrem Solo-Debüt «La Source» (2022) auf renommierten Festivals grosse Erfolge und gewann 2023 den UNAC-Kompositionspreis. Mit der Veröffentlichung ihres zweiten Albums «Atacama» im Februar 2025 und einer Nominierung bei den Victoires du Jazz etablierte sie sich endgültig in der internationalen Jazz-Szene.
Ping-En Hung (Bass)
Taiwan/Niederlande
Ping-En Hung live at Theater de Roode Bioscoop
Die taiwanesische Bassistin, Komponistin und Live-Elektronik-Künstlerin Ping-En Hung (*1993 in Taipeh) verbindet in ihrer Musik Jazz, zeitgenössische Klassik und Noise mit elektronischen Klanglandschaften. Seit 2016 lebt sie in den Niederlanden, wo sie am renommierten Conservatorium van Amsterdam Jazz-Performance und Live-Electronics studierte. Als «One-Woman Band» konzipiert sie ihre multimedialen Solo-Auftritte komplett selbst, spielt E-Bass und steuert eigene Visuals. Geprägt durch ihre Mutter, eine Lehrerin für chinesische Literatur, fliesst ostasiatische Philosophie tief in ihre Konzeptkunst ein. Mit ihrem Debütalbum «Gaze» und ihrer Arbeit im Ensemble de_ereprijs tourt sie regelmässig auf europäischen Bühnen sowie bei internationalen Festivals wie dem asiatisch-kanadischen Jade Music Fest.
Lucyann Ceballos (Bass)
Puerto Rico/Schweiz
Modo Avión – Alain Pérez (Bass Cover)
Die 29-jährige puertoricanische Bassistin und Sängerin Lucyann Ceballos begann ihre musikalische Laufbahn in Chören und dem Antilles Jazz Ensemble, bevor sie 2018 ihr Musikpädagogik-Studium am Konservatorium von Puerto Rico abschloss. Während dieses Studiums entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Bass und absolvierte dort bis 2022 ein weiteres Studium im Bereich Jazz und karibische Musik. Nach zwei Jahren als gefragte Profimusikerin in ihrer Heimat, in denen sie von Salsa bis Funk alle Genres bediente und mit Grössen wie William Cepeda zusammenarbeitete, zog sie im September 2024 für ein Jazzstudium an der FHNW Musik Akademie nach Basel. Seither bespielt sie Schweizer Bühnen und hat ihr erstes eigenes Album aufgenommen, dessen Veröffentlichung für den Sommer 2026 geplant ist.







